Ortung Eigenschaften
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RBBS-Achse
| MZ | OBL | BW | -- | -- | -- | -- |
Die lineare Ortung eines Infrastrukturobjekts erfolgt über die Zuordnung zu einer RBBS-Achse, sowie über die Definition einer Raumverwendung auf dieser Achse. Die Ortung wird standardmässig auf dem Haupt-Infrastrukturobjekt (Bauanlage oder Bauwerk) erfasst und auf die untergeordneten Infrastrukturobjekte vererbt. Bei Bauanlagen kann es erforderlich sein, die Ortung für die untergeordneten Bauwerke anzupassen (siehe Konventionen).
Die Zuordnung zu einer RBBS-Achse kann in der Eigenschaften-Ansicht oder in der Landkarten-Ansicht erfolgen. Liegt ein Infrastrukturobjekt an zwei oder mehr Achsen (z.B. Kreuzung), so müssen mehrere RBBS-Achsen zugeordnet werden. Eine wird dann als Default-RBBS-Achse definiert.
Konvention
Liegt ein Haupt-Infrastrukturobjekt an mehreren RBBS-Achsen, so gelten die folgenden Konventionen:
Fall 1: Das Haupt-Infrastrukturobjekt umfasst beide Richtungsfahrbahnen und damit beide Richtungsachsen einer Nationalstrasse (+/-).
Konvention: Beide Achsen werden dem Bauwerk zugeordnet, die Plus-Achse wird Default-Achse.
Fall 2: Eine Bauanlage umfasst Bauwerke, welche auf verschiedenen Achsen, z.B. verschiedenen Richtungsachsen (+/-) liegen (z.B. Zwillingsbrücke oder Tunnelanlage mit mehreren Röhren).
Konvention: Auf Ebene der Bauanlage werden alle Achsen zugeordnet. Bei verschiedenen Richtungsachsen ist die Plus-Achse als Default-Achse, bei unterschiedlichen RBBS-Achsen ist die für die Bauanlage massgebende Achse als Default-Achse zu erfassen. Durch die Vererbung sind die Achsen automatisch auch den untergeordneten Bauwerken zugeordnet. Für jedes Bauwerk der Bauanlage gelten die Definitionen von Fall 1 und Fall 3 zur Definition der Default-Achse.
Fall 3: Kreuzung von zwei oder mehr RBBS-Achsen.
Konvention: Brücken oder Über- und Unterführungen, welche an einer Kreuzung mehrerer RBBS-Achsen (Nationalstrasse oder Kantonsstrasse) liegen, sind alle sich kreuzenden Achsen zuzuordnen.
Die Zuordnung der Default-Achse erfolgt immer so, dass die Achse, welche vom Bauwerk getragen wird als Default-Achse definiert wird:
- Bei Brücken ist diejenige Achse Default-Achse, welche von der Brücke getragen wird.
- Bei Überführungen ist diejenige Achse Default-Achse, welche die andere überquert.
Ausnahme: Bei breiten Überführungen über eine Nationalstrasse (aber <80m, d.h. noch kein Tagbautunnel), welche mehr als einen Verkehrsweg umfassen (mehrere Strassen, Wege, Gebäude, Grünflächen) ist die RBBS-Achse der Nationalstrasse als Default-Achse zu erfassen. - Bei Unterführungen ist diejenige Achse Default-Achse, welche die andere überquert.
Fall 4: Eine Tunnelanlage umfasst mehrere Tunnelröhren sowie Ein- und Ausfahrttunnel.
Konvention: Jeder Tunnelröhre ist die in dieser Röhre laufende Achse zuzuweisen. Bei Ein- und Ausfahrttunneln sind die entsprechenden Zubringer-, Rampen- oder Anschlussachsen zu erfassen. Für die Auswahl der Default-Achse gilt die Definition in Fall 2.
Bei parallel verlaufenden Achsen (+/-) wird immer die Plus-Achse als Default-Achse bestimmt.
Zu beachten: Die Default-Achse kann auch eine untergeordnete (z.B. kantonale) Achse sein.
Vorschrift
Bauanlagen und Bauwerke müssen allen RBBS-Achsen von denen sie über- oder unterquert werden, die sie tragen oder an denen sie liegen zugeordnet werden. Eine RBBS-Achse ist als Default-Achse zu definieren (siehe Konventionen).
Objektachse
| MZ | NOB | BW | -- | -- | -- | -- |
Für lineare Bauwerke ist es vor allem in Bezug auf deren Inspektion und Erhaltung wichtig, dass die Bauwerkselemente und Bauwerksteile örtlich bestimmbar sind. In KUBA-DB können den Bauwerken daher eine oder mehrere Objektachsen zugeordnet werden.
Objektachsen können in der Eigenschaften-Ansicht oder in der Landkarten-Ansicht definiert werden. Hinsichtlich der Vorschrift für den Anfangs- und Endpunkt der Objektachse gelten die Angaben im Kapitel 3.2.5.45.
Die Erfassung einer Objektachse ist die Voraussetzung für die Erfassung von Blockreihen und für die lineare Ortung der einzelnen Bauwerksteile entlang der Hauptachse des Bauwerks. Eine Objektachse ist für alle Bauwerke, die eine ausgeprägte Ausdehnung entlang einer Achse aufweisen und deren Eigenschaften sich entlang dieser Achse verändern zu erfassen. Dies trifft insbesondere auf Tunnel zu.
Für jedes Infrastrukturobjekt lassen sich beliebig viele Objektachsen erfassen.
Konvention
Bei Tunneln wird pro Tunnelröhre eine Objektachse entlang der Tunnellängsachse in der Mitte des Querschnitts erfasst. Optional können bei Bedarf auch bei allen anderen Objekten Objektachsen erfasst werden.
Vorschrift
Bei Tunneln ist pro Tunnelröhre eine Objektachse zu erfassen.
Raumverwendung
| MZ | OBL / NOB | BW / BWT | -- | -- | -- | -- |
Eine Raumverwendung definiert die Lage sowie die Ausdehnung eines Infrastrukturobjekts auf einer Achse. Dabei sind zwei Fälle zu unterscheiden:
- Raumverwendung eines Haupt-Infrastrukturobjekts auf einer RBBS-Achse:
Es wird die Lage des gesamten Bauwerks im RBBS-Achsen-Netz definiert. - Raumverwendung eines untergeordneten Infrastrukturobjekts auf einer Objektachse:
Es wird die Lage einzelner untergeordneter Infrastrukturobjekte auf einer Objektachse, d.h. innerhalb des Bauwerks definiert.
Konvention
Start- und Endpunkt einer Raumverwendung werden entsprechend der Ausdehnung des Objekts (senkrechte Projektion) auf der zugeordneten Achse definiert. Die Definition von Start- und Endpunkt erfolgt in Richtung der zugeordneten Achse.
Vorschrift
Für Bauanlagen und Bauwerke müssen Raumverwendungen auf allen zugeordneten RBBS-Achsen definiert werden.
Umriss
| MZ | OBL | BW | -- | -- | -- | -- |
In der Landkarten-Ansicht können die Umrisse von Infrastrukturobjekten auf der Karte erfasst werden.
Konvention
Umrisse können entlang den auf dem Satellitenbild erkennbaren Grenzen eines Objekts erfasst werden. Wo dies nicht möglich ist, sind die Umrisse entsprechend Situationsplänen zu erfassen.