Zustandsbewertung auf Bauwerksteilebene
Die Zustandsbeurteilung der kostenbestimmenden Infrastrukturobjekte, die einzelne Bauwerksteile abbilden, ist von zentraler Bedeutung für die Erhaltungsplanung mit KUBA-MS. Der Zustand der kostenbestimmenden Infrastrukturobjekte wird für die Berechnungen auf Netz- und Projektebene verwendet. Der Zustand eines Infrastrukturobjekts kann mit der üblichen Notenskala bewertet werden:
Nicht inspizierbare Infrastrukturobjekte können mit den folgenden Einträgen gekennzeichnet werden:
91 Zustand nicht überprüfbar; Gefährdung unwahrscheinlich
92 Zustand nicht überprüfbar; Gefährdung wahrscheinlich
Ausgehend vom Zustand können vom Inspektor empfohlene Massnahmen erfasst werden. Diese können bei der Erhaltungsplanung berücksichtigt werden, haben jedoch keine direkte Wirkung auf die mit KUBA ermittelten Ergebnisse der Erhaltungsplanung.
In KUBA sind bedeutende Schäden zu erfassen, welche an einem Infrastrukturobjekt der Bauwerksstruktur festgestellt wurden. Erfasste Schäden können durch eine Schadensart typisiert werden, ihre Position ist in Textform zu beschreiben, wobei zusätzlich Fotos als ein geeignetes Hilfsmittel verwendet werden können. In KUBA ist es zusätzlich möglich, die Position von Schäden auf einer Skizze zu erfassen. Für behobene Schäden ist die Erhaltungsmassnahme, welche zu deren Behebung geführt hat, zu spezifizieren. Des Weiteren können für aufgenommene Schäden die angewandten Untersuchungsmethoden und Fotos erfasst werden.
Die Erfassung von Befunden wurde absichtlich von der Erfassung der Segmentierung getrennt. Bei der Segmentierung werden die Schadensprozesse erfasst, zu denen erfasste Befunde zugeordnet werden können. Diese Trennung basiert auf der Überlegung, dass sich die Schadenskataloge zur Schadensbeschreibung jedoch nicht für die Erhaltungsplanung eignen. Die hier aufgenommenen Befunde können (aber müssen nicht) für die Erhaltungsplanung von Relevanz sein. Aus diesem Grund wurde ein auf die Erhaltungsplanung ausgerichteter Schadenskatalog definiert.